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Udo Lindenberg

Pop-Legenden: Udo Lindenberg

Die Dokumentation beleuchtet seine Karriere und kommt dem Menschen nahe, der sich hinter Brille und Hut verbirgt. Der Autor Lutz Rosenkranz hat Udo Lindenberg seit 2008 immer wieder mit der Kamera begleitet. Backstage bei seiner Comeback-Tournee, auf dem "Rock-Liner" 2010, der ersten deutschen Rock'n'Roll-Kreuzfahrt, bei den Vorbereitungen zum Musical "Hinterm Horizont" und ganz privat in seiner "Panikzentrale".

Udo Lindenberg spricht offen über sein Tief in den 90er Jahren, darüber, dass er ja eigentlich gar nicht singen kann und dass seine Reise noch lange nicht vorbei ist. Neben dem Sänger kommen Kollegen, Freunde und Verwandte zu Wort, neben Nina Hagen auch Peter Maffay: "Udo ist einer der bedeutendsten Künstler, die wir in Deutschland haben. Und so einen werden wir nicht allzu schnell wieder antreffen."

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Vor 40 Jahren wird der Grundstein für eine Pop-Legende gelegt: 1973 rockt Udo Lindenberg zum ersten Mal mit seinem Panikorchester auf einer Bühne. Das Album "Andrea Doria" aus jenem Jahr steht noch heute für einen tiefgreifenden Wandel in der Popmusik und im Umgang mit der deutschen Sprache. 2013 jährt sich auch zum dreißigsten Mal der legendäre Auftritt im Palast der Republik. Damals erinnerte Udo Lindenberg wie kein zweiter Künstler an die Zusammengehörigkeit von Ost und West (in einer Zeit, in der sich im Westen viele längst mit der Teilung abgefunden hatten).

Sein größter Wunsch war eine Tournee durch die DDR, die zuerst zugesichert und im letzten Moment doch abgesagt wurde. "Udos Musik und Botschaft und sein Wesen", sagt Nina Hagen, "hat zwei Völker zusammengeführt – das konnten die Mächtigen nicht unterbinden."

In Lindenbergs Karriere geht es auf und ab, auch darin ist er extrem. In den 90ern macht er meist nur durch Alkoholeskapaden von sich reden und gilt vielen nur noch als Karikatur seiner selbst. Nach der Jahrtausendwende entdeckt Udo Lindenberg die Malerei für sich und tauscht immer öfter den Pinsel gegen das Mikro. Doch dann gelingt Lindenberg mit dem Album "Stark wie Zwei" ein Comeback, das ihm wohl niemand mehr zugetraut hätte.

Seitdem hagelt es Preise und Verkaufsrekorde, seine Konzerte und Tourneen sind regelmäßig restlos ausverkauft. Heute ist Udo Lindenberg längst eine lebende Legende: mit eigenem Musical, einem Museum in Planung und einem Fundus von Songs, die die deutsche Popmusik entscheidend geprägt haben – und mehrere Generationen seiner Fans.

Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch 40 Jahre "bunte Republik Deutschland", die Udo Lindenberg entscheidend beeinflusst hat: Von deutscher Rockmusik gegen "Schlagerfuzzis" in den 70ern, über die Anti-AKW-Bewegung, Ost-West-Dialog und "Nord-Süd-Konferenz" in den frühen 80ern bis hin zu "Rock gegen Rechts" in den 90er Jahren. Aber Udo ist nicht nur politisch. Er spricht den Menschen aus der Seele: Niemand kann die Wirrungen der Pubertät, die Gefühle Liebe, Freundschaft und Herzschmerz so in Worte fassen wie Udo Lindenberg.

Seine Schwester Inge berichtet aus Lindenbergs Kindheit, als der junge Udo im westfälischen Gronau auf Benzinfässern und Waschmittel-Tonnen trommelte. Bevor er zu einem der besten deutschen Schlagzeuger wurde und in Klaus Doldingers Jazzrock-Band "Passport" die Stöcke schwang. Aber das reichte Udo Lindenberg nicht. "Wenn du ein Star werden willst", sagt er, "und obendrein ein hübscher Junge bist, darfst du nicht trommeln – da sieht dich keiner. Da musst du an die Rampe, ins teure Licht". Der Beginn der Legende Lindenberg.

Pressestimmen

Der Beitrag zur ARD-Reihe „Legenden“ war nicht das erste Lindenberg-Porträt von Rosenkranz. Das zahlte sich aus, und das nicht bloß, weil Rosenkranz schon bei diversen Ereignissen in der langen Karriere des Musikers dabei gewesen ist. Selbst wenn Lindenberg im langen Interview nicht mehr preisgab, als er wollte: Man hatte trotzdem das Gefühl, nicht bloß dem Musiker, sondern auch dem Menschen hinter der Kunstfigur Udo relativ nahe zu kommen.
Großen Anteil an der Qualität des Films hatte nicht zuletzt die Auswahl der Gesprächspartner. Lindenbergs Schwester Inge zum Beispiel hatte weit mehr als bloß den üblichen Verwandtschaftskäse beizutragen.

Tilmann P. Gangloff, Frankfurter Rundschau

 

Der Autor Lutz Rosenkranz hat den Musiker Lindenberg begleitet, ihn selbst erzählen lassen und andere Künstler befragt. Wunderbar beiläufig ergibt sich daraus die ARD-Dokumentation „Pop- Legenden“. Ohne Wortgeklingel, ohne Pathos wird der 67-Jährige zu angemessener Größe geformt.

Carin Pawlak, FOCUS

 

Udo intensiv wie nie. Wer dachte, Udo Lindenberg zu kennen, wurde überrascht. Und sei es nur über die intensive Beziehung zwischen ihm, seiner Schwester und dem Maler-Bruder Erich, dessen Tod er in „Stark wie zwei“ verarbeitete.

Hayke Lanwert, DER WESTEN

 

Was die Doku auszeichnet, ist nicht nur der direkte Zugang zum Maestro, der Rosenkranz im Hamburger Atlantic-Hotel Rede und Antwort steht, zuweilen sogar ohne die obligatorische Sonnenbrille. Weit mehr zeichnet sich der Film dadurch aus, dass Lindenbergs Schwester Inge ihre Sicht der Dinge beisteuert: In der tiefsten Krise half Udo Lindenberg der Kontakt zu seinem todkranken, inzwischen verstorbenen Bruder Erich, sein Leben wieder auf Kurs zu bringen, in dem er Teufel Alkohol abschwor.

Jürgen Overkott, DER WESTEN

 

Buch und Regie: Lutz Rosenkranz
Kamera: Axel Decker
Ton: Arndt Henning 
Licht: Tobias Bechtloff
Schnitt: Doreen Buchholz, Stefan Canham, Marco Rönnau 
Grafik: Edith Schwörer Bildbearbeitung: Oliver Stammel
Mischung: Pierre Brand
Sprecher: Philipp Schepmann 
Produzenten: Jens Fintelmann, Thomas Seekamp
Produktionsleitung: Eva-Maria Wittke (NDR), Hubert Marady
Redaktion: Fabian Döring 
Leitung:
45 Min. ARD/NDR 2013

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