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Invasion der Pflanzen
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Invasion der Pflanzen

Gefahr für Umwelt und Mensch?

Biologische Eindringlinge bedrohen die Pflanzenwelt Europas - und sie richten Schäden in Milliardenhöhe an.

Die Dokumentation stellt die Verbreitungswege der exotischen Pflanzen dar, zeigt den ökologischen und ökonomischen Schaden, den sie anrichten, und stellt verschiedene Bekämpfungsstrategien vor…

Festival-Teilnahmen: Green Screen Film Festival Eckernförde, Cinéfeuille festival, Ökofilmtour 2016

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Japanischer Staudenknöterich, Riesen-Bärenklau oder Ambrosia: Die Einwanderung exotischer Gewächse bringt Europas Flora aus dem Gleichgewicht. Explosionsartig vermehren sich eingeschleppte Arten und vereinnahmen den Lebensraum der heimischen Pflanzenwelt. Die teils schwerwiegenden Folgen dieses Wettbewerbs untersuchen zahlreiche Wissenschaftler in ganz Europa. Darunter ist auch der Biologe Guillaume Fried, der die Rolle des ältesten botanischen Gartens im südfranzösischen Montpellier erforscht. Denn ein Großteil der zugewanderten Pflanzen, wissenschaftlich "Neophyten" genannt, hat sich aus eben solchen Gärten oder Parks heraus verbreitet. Schön anzusehen, aber gefährlich für den Menschen sind Arten wie der Riesen-Bärenklau, das Schmalblättrige Greiskraut oder die Ambrosia. Dabei geht vor allem von der Ambrosia eine große Gesundheitsgefahr aus: Ihre Pollen verursachen schwerwiegende Allergien.

Ulf Gereke ist Mediziner im brandenburgischen Cottbus, der Region mit den dichtesten Vorkommen von Ambrosia in Deutschland. Entsprechend voll ist das Sprechzimmer des Allergiespezialisten. Ohne Desensibilisierung wären viele seiner Patienten nicht mehr in der Lage, ein normales Leben zu führen. Europaweit rechnen Wissenschaftler mit volkswirtschaftlichen Schäden von mehreren Hundert Millionen Euro jährlich, verursacht allein durch die Ambrosia. Deshalb suchen Mitarbeiter des Julius-Kühn-Instituts nach der besten Bekämpfungsmethode: Verbrennen, verbrühen, vergiften - was schädigt die Pflanze nachhaltig und verhindert eine weitere Ausbreitung?

In deutschen Gewässern sorgt zur Zeit eine Pflanze für Probleme, die es hier bis vor kurzem überhaupt nicht gab. Das Großblütige Heusenkraut stammt ursprünglich aus Nordamerika. Biologe Andreas Hussner probiert an der Leda, einem Fluss in Ostfriesland, neue Strategien der Bekämpfung. Zum Teil muss er dabei mit seinem Team Hunderte von Pflanzen einzeln mit der Hand aus dem Fluss entfernen. Eine schwierige Aufgabe, die jedes Jahr erneut bewältigt werden muss. Im Harz fürchten Förster angesichts der explosionsartigen Verbreitung von Drüsigem Springkraut und Japan-Staudenknöterich um den ökologischen Wert ihrer Flussufer und an der französischen Atlantikküste setzen Naturschützer Schafe im Kampf gegen die invasiven Gewächse ein. Langfristig drohen die heimischen Arten ganz zu verschwinden. Ob das Wettrennen gegen die eingewanderten Pflanzen überhaupt zu gewinnen ist, bleibt offen.

Pressestimmen

Die Autoren des Filmes „Invasion der Pflanzen“ haben international recherchiert, und sie argumentieren differenziert. Sie teilen die Pflanzenwelt nicht einfach auf in gute und böse Pflanzen und rufen zum Kampf gegen die Bösen auf. Sie zeigen prägnante Beispiele von erfolgreichen Pflanzen-Invasionen, die von keinerlei Eroberungswillen getriebenen sind, andererseits aber auch keineswegs friedlich verlaufen.
Frankfurter Rundschau

Die Wissenschaftsdokumentation von Ingo Thöne zeigt mit ihrem gelungenen Aufbau die Gefahren invasiver Arten auf. Wertung: 5 von 6 Sternen.
Neue Osnabrücker Zeitung

Buch und Regie: Ingo Thöne
Kamera: Ralf Biehler, Matthias Wittkuhn, Felix Greif
Ton: Patrick Benze, Johannes Rudolph
Schnitt: Doreen Buchholz
Grafik: Michael Lübben
Mischung: Pierre Brand
Sprecherin: Stella Jürgensen
Produzenten: Jens Fintelmann, Thomas Seekamp
Produktionsleitung: Melanie Clausen (NDR), Hubert Marady
Redaktion: Claudia Cellarius
Leitung: Ulrike Dotzer
52 Min. ARTE/NDR 2014

Dank an
Tierarztpraxis Dr. Dirk Jünemann, Bawinkel, Zentrum Allergie und Umwelt des Helmholtz Zentrums München (ZAUM), Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Freie Universität Berlin - Institut für Meteorologie, Landratsamt Unterallgäu, Niedersächsische Landesforsten, Universität Bern -Institut für Ökologie und Evolution, Universität Düsseldorf - Department Biologie, Botanischer Garten Hamburg (Loki-Schmidt-Garten), Jardin des Plantes Montpellier, Conservatoire Botanique National Sud-Atlantique, Bundesamt für Naturschutz, Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail (ANSES), Landkreis Leer - Amt für Planung und Naturschutz, Gemeinde Ganderkesee, Centre de Biologie pour la Gestion des Populations (CBDP), Conseil Général de la Gironde, Conseil Régional d'Aquitaine, Communauté d'agglomération Bassin d'Arcachon Sud / Nord, Communauté de communes du Val de l'Eyre, Pulmologische Gemeinschaftspraxis Gereke & Schneider / Gemeinschaftslabor Cottbus, Pépinière Olivier Filippi

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