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Unterwegs in Kanada

Unterwegs in Kanada

Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde. Faszinierende Landschaften erstrecken sich zwischen Atlantischem und Pazifischem Ozean. Die dreiteilige Dokumentationsreihe macht sich auf die Reise durch die französisch geprägte Provinz Québec, über die rauen Northwest Territories bis nach British Columbia und trifft unterwegs auf ganz unterschiedliche Menschen, Einwanderer und Ureinwohner, die den Zuschauer an ihrem Alltag teilhaben lassen.

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Folge 1: Québec

Die Provinz Québec im Osten Kanadas ist die größte Provinz des Landes und gleichzeitig das größte zusammenhängende französischsprachige Gebiet. Jahrhundertelang war Québec eine französische Kolonie namens Neufrankreich. Noch heute unterscheidet nicht nur die Sprache die Region vom Rest Kanadas. Auch die Einwohner sehen sich selbst in erster Linie als „Québécois“ und nicht als Kanadier.

Québec ist waldreich, menschenleer und viermal so groß wie Deutschland. Es gibt hier mehr als eine Million Seen und Flüsse. Der Sankt-Lorenz-Strom ist die Lebensader der Provinz. Kapitän René Hardy von der Küstenwache muss dafür sorgen, dass der Strom schiffbar bleibt. Mit Ultraschall durchkämmt sein Trupp von Flussvermessern die Fahrrinne nach Felsbrocken und Unterwasserdünen. Währenddessen schmettert Schiffskoch Mathieu „Caruso“ Doré Elvis-Songs und bereitet feinste französische Leckerbissen zu, zum Beispiel Schnecken in Sahnesoße.

Québec ist außerdem das Land der Liebe. Sterneköchin und Stadtkind Nancy Hinton beispielsweise zog es zu Kräutersammler François Brouillard in sein Haus am Fluss. Dort hat sie ein Restaurant eröffnet. Schauspielschüler André schreibt seiner Angebeteten einen Liebesbrief in drei Farben auf die Fenster ihrer Wohnung. Und Cidrehersteller Michel Jodoin hat einen Geheimtipp für alle Verliebten: Sein Rosé-Cidre nach Champagner-Art bringt die Augen der Frauen zum Leuchten. 

Folge 2: Der Nordwesten

Der Nordwesten Kanadas ist rau und dünn besiedelt, eine endlose Weite aus Kiefern, die auf kargen Felsen wachsen. Mitten in dieser Wildnis liegt die Hauptstadt der Northwest Territories, Yellowknife. Knapp 20.000 Menschen leben in diesem Vorposten der westlichen Zivilisation inmitten der kanadischen Tundra. Die Stadt zieht Abenteurer und Glückssucher magisch an, obwohl die Sommer kurz und voller Mücken sind und die Winter lang und bitterkalt. Matthew Gordono beispielsweise reparierte Autos in Nova Scotia und schmiedete in Toronto Kessel, bevor er nach Yellowknife kam. Jetzt betreibt er eine Glasrecycling-Werkstatt. Walt Humphries folgte vor 40 Jahren dem Lockruf des Goldes, das hier noch bis vor kurzem in zwei großen Minen abgebaut wurde. Sein Job war das Aufspüren von Goldadern. Jetzt, mit 60, sucht er privat nach dem Edelmetall.

Joe McBrian wurde in Yellowknife geboren. Im Alter von 70 Jahren sitzt er immer noch selbst hinterm Steuerknüppel seines Flugzeuges, einer DC3 aus dem Zweiten Weltkrieg. Zweimal täglich fliegt er quer über den Great Slave Lake von Yellowknife nach Hay River. Flugzeugenthusiasten aus der ganzen Welt besuchen „Buffalo Joe“ und seinen Flugzeugpark, dessen Maschinen alle mindestens 50 Jahre alt sind.

Am Ostende des riesigen Great Slave Lake, sechs Stunden von Yellowknife entfernt, liegt das Dorf Lutsel K’e. Hier leben Indianer vom Stamm der Dene. Sie sind Nachfahren der Ureinwohner Kanadas. Jeder zweite Einwohner von Lutsel K’e heißt Catholique mit Nachnamen und fast alle sind miteinander verwandt. Wie alle Dene-Indianer hat auch Joseph Catholique die „Status Card“. Dieser Ausweis erlaubt ihm, sich so frei in den Northwest Territories zu bewegen wie seine Vorfahren. Aber die riesigen Distanzen sind ein nicht zu unterschätzendes Hindernis.

Folge 3. British Columbia

Unendliche Weiten, gewaltige Gletscher und die wilde Natur der Nationalparks – British Columbia fasziniert durch seine überwältigende Schönheit. Am Fuße der Rocky Mountains lebt die Familie Seven Deers fernab der Zivilisation. Es gibt weder warmes Wasser noch Telefon und Strom. Die Deutsche Sanna Seven Deers ist dem Indianer David vor 15 Jahren in die Wildnis gefolgt. Eine Idylle mit Schattenseiten, denn in der ländlichen Region wird David immer noch mit Rassismus konfrontiert.

Ganz in der Nähe liegt Greenwood. Die alte Minenstadt ist mit 675 Einwohnern die kleinste Stadt Kanadas. Einmal im Jahr kommen die Menschen aus den umliegenden Regionen zum Feiern. Das Fest „rockcreekfallfair“ lockt mit vielen Tieren und unzähligen Wettbewerben. Fred Marshall und sein Frau Jane sind fast immer dabei. Sie besitzen eine Menge Land und betreiben nachhaltige Forstwirtschaft. Außerdem haben sie eine kleine Herde biologisch gehaltener Rinder, die der 68-Jährige noch regelmäßig hoch zu Ross von einer Weide zur nächsten treibt.

Eine ganz andere Landschaft bietet das fruchtbare Okanagan-Tal mit seinen vielen Seen und dem milden Klima. Hier liegt Grey Monk, eines der vielen Weingüter in dem bekannten Wein- und Obstanbaugebiet. Kanadischer Wein findet weltweit immer mehr Beachtung.

Gut vier Stunden entfernt liegt Vancouver, die Perle des Pazifiks. Die quirlige Metropole und Olympiastadt wird von Meer und Bergen eingerahmt. Fast ein Drittel der Bewohner sind Chinesen, Vancouvers „Chinatown“ ist das zweitgrößte der Welt nach dem von San Francisco. Zu den asiatischstämmigen Einwohnern Vancouvers gehört auch die in Hongkong geborene Susan Ng. Mit ihren „steamed buns“, den nach alter Tradition in Dampf gegarten Brötchen, hat sie viel Erfolg. Drei Läden gehören der vitalen Frau inzwischen, die sich mittlerweile ganz als Kanadierin fühlt.

Buch und Regie: Florian Huber (Folge 1), Steffen Schneider (2), Claudia Dejá (3)
Kamera: Axel Schneppat
Ton: Ralf Hahmann (1+3), Torsten Silbermann (2)
Schnitt: Roland Possehl
Bildbearbeitung: Oliver Stammel
Mischung: Pierre Brand
Sprecher: Gerhard Garbers
Produzenten: Jens Fintelmann, Thomas Seekamp
Produktionsleitung: Eva-Maria Wittke (NDR), Hubert Marady
Redaktion: Claudia Cellarius (ARTE), Michael Krey (NDR)
3 Folgen à 45 Min. arte/NDR 2010

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